DIE ZEIT NACH DEN DINOSAURIERN

Vor 65 Millionen Jahre ging die KREIDEZEIT zuende, vermutlich durch eine Katastrophe, denn viele Tierarten, die Jahrmillionen die Erde beherrschten, starben plötzlich aus, darunter die Dinosaurier und die Ammoniten.

Vor 65 Millionen Jahren begann das T E R T I Ä R, das sich in das PALÄOZÄN, das EOZÄN, das OLIGOZÄN, das MIOZÄN und das PLIOZÄN unterteilt.

Im PALÄOZAN, vor 65 bis 55 Millionen Jahren, hatten sich riesige Vögel, wie der Diatryma entwickelt (siehe auch den Größenvergleich am Anfang):

Diatryma 9kb

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Das EOZÄN, vor 55 bis 35 Millionen Jahren könnte man als Zeitalter der Huftiere bezeichen. Diese erreichten, wie z. B. das Brontotherium, ungegahnte Ausmaße, wenn auch nicht die Größe der Dinosaurier:

Brontotherium 23kb Brontotherium 19kb

Links eine Rekonstruktion des Tieres, rechts der Größenvergleich mit einem heutigen Nashorn

In dieser Zeit entwickelt sich auch das Urpferdchen, von dem man sehr gute Fossilien in der Grube Messel bei Darmstadt fand und das so groß war, wie ein kleiner Hund:

Urpferd 20kb

Im OLIGOZÄN, vor 35 bis 23 Millionen Jahren, entwickelte sich das Pferd dann immer weiter

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Im MIOZÄN, vor 23 bis 12 Millionen Jahren, lebte ein seltsamer Verwandter der Elefanten, das Dinotherium:

Dinotherium 9kb Dinotherium 13kb Dinotherium 8kb

Gegen Ende des Miozäns, vor 12 Millionen Jahren, lebte ein gewaltiger, flugunfähiger Vogel, der Phororhacus. Er war 1,5 Meter hoch und hatte einen starken Schnabel und kräftige Klauen:

Phororhacus 15kb

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Das PLIOZÄN, vor 12 bis 2 Millionen Jahren ist die letzte und wohl auch interessanteste Epoche de TERTIÄRS, denn gegen Ende dieser Epoche taucht zum ersten Mal der Mensch auf.

Doch zuerst ein paar andere Lebewesen dieser Epoche. In Südamerika lebte ein großes Huftier, das aussah wie ein Kamel mit Rüssel, das Macrauchenia, das wir im Bild unten links sehen. Daneben ein riesiges Faultier, das etwas später in Südamerika lebte, das Megatherium, im Vergleich zum Menschen (es war so groß wie ein Elefant).

Macrauchenia 22kb Megatherium 19kb

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Gegen Ende des PLIOZÄNS lebte der Machairodus, eine gewaltige Säbelzahnkatze, die der Feind der Australopithecinen, der ersten Menschen war. Etwa 5 Millionen Jahre vor unserer Zeit hatten sich die Stammbäume der Schimpansen und der Menschen getrennt, vor 3,5 bis 3 Millionen Jahren lebte der erste aufrechtgehende Mensch, der Australopithecus afarensis, dessen erstes Skelett von seinem Entdecker "Lucy" getauft wurde:

Machairodus 12kb Afarensis 14kb

Von links nach rechts: Lebensbild des Machairodus und ein lebensgroßes Modell des Australopithecus afarensis neben einem Anthropologen.

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Vor zwei Millionen Jahren mit dem Beginn des Q U A R T Ä R S, das bis heute andauert, entwickelte sich aus dem Australopithecus afarensis der Homo habilis, den wir hier sehen:

Habilis 13kb Habilis 12kb Habilis 18kb

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Den ersten Zeitabschnitt des Q U A R T Ä R S nennt man PLEISTOZÄN. Er begann vor 2 Millionen Jahren und endete vor 12 000 Jahren. In dieser Zeit entwickelt sich der Mensch immer weiter. Aus dem Homo habilis entstand der vor 1,5 Millionen Jahren Homo erectus, den wir auch als Pekingmenschen und Homo heidelbergensis kennen:

Pekingmensch 10kb Heidelberger 15kb Heidelberger 9kb

Links sehen wir den Schädel des Pekingmenschen, in der Mitte eine Rekonstruktion des Heidelberger Menschen, dessen Unterkiefer, den wir rechts sehen, in Mauer bei Heidelberg gefunden wurde.

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Aus dem Homo erectus entwickelte sich der Steinheimer Mensch, der Homo sapiens steinheimensis, der vor 300 000 Jahren in der Gegend des heutigen Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg lebte; er ist der gemeinsame Vorfahre von Neandertaler und Jetztmensch:

Steinheimer 10kb Steinheimer 15kb

Links sehen wir den Original-Schädel des Steinheimers, einer Frau, der Spuren von Gewaltanwendung zeigt. Rechts die Rekonstruktion eines Steinheim-Mannes. Der Originalschädel ist im Urmensch-Museum in Steinheim/Murr zu sehen. Dort findet man auch Lebensbilder und Skelette einiger Tier von und mit denen der Steinheimer lebte. es gab damals zwei große Landschaften: die Steppe und das Waldland. In der Steppe lebten diese Tiere:

Wildpferd 11kb Steppenriesenhirsch 13kb Steppenelefant 15kb Steppenbison 10kb

Von links nach rechts: Wildpferd, Steppenriesenhirsch, Steppenelefant und Steppenbison

In den Waldlandschaften lebten diese Tiere, die etwas anders aussahen, als ihre Verwandten in der Steppe

Wasserbueffel 11kb Waldriesenhirsch 19kb Waldelefant 16kb Auerochse 15kb

Von links nach rechts: Wasserbüffel, Waldriesenhirsch, Waldelefant, Ur- oder Auerochse

Hier einige Skelette der Steppentiere:

Steppenriesenhirsch 9kb Steppenelefant 9kb Steppenelefant 9kb

Links das Skelette des Steppenriesenhirsches, in der Mitte und rechts das Skelett des Steppenelefantes. All diese Skelette kann man im Museum am Löwentor in Stuttgart sehen, das Steppenelefantenskelett auch im Urmensch-Museum in Steinheim/Murr

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Vor 100 000 Jahren entwickelten sich aus dem Steinheimer Menschen der Neandertaler (Homo sapiens neandertalensis) und der Jetztmensch (Homo sapiens sapiens). Die Unterschiede zwischen beiden kann man an folgendem animierte Gif und den Bildern daneben sehen:

Neandertaler 53kb Neandertaler 15kb Neandertaler 6kb

Von links nach rechts: Dieses selbsterstellte Morphing-Gif links zeigt den Unterschied zwischen dem gröberen Neandertalerschädel mit Überaugenwülsten und dem grazileren Schädel des Jetztmenschen. Diesen Unterschied sehen wir auch beim Bild in der Mitte: oben der Schädel des Jetztmenschen, unten der Neandertaler. Das Bild rechts schließlich zeigt einen typischen Neandertalerschädel.

Der Neandertaler war optimal an die Eiszeit in Europa angepaßt, während der Jetztmensch erst ziemlich spät dort auftauchte. Der Neandertaler lebte unter anderem von dem gewaltigen Kältesteppenmammut, das wir hier sehen:

Mammut 18kb Mammut 12kb Mammut 22kb

Ein anderes Tier, das der Neandertaler fing, war das wollhaarige Nashorn oder auch Wollnashorn:

Wollnashorn 27kb

Etwa vor 35 000 Jahren starb der Neandertaler plötzlich aus. Kurz zuvor hatte der moderne Mensch (Homo sapiens sapiens) Europa erreicht. Vielleicht hängen beide Ereignisse zusammen? Hier einige der ältesten Funde des Jetztmenschen aus Cro-Magnon in Frankreich:

cromagnon 20kb cromagnon 13kb cromagnon 13kb

Dieser Mensch ist heute der Herrscher der Erde und es liegt an ihm, ob auch die zukünftigen Zeiten einmal Vergangenheit sein werden, die von Paläontologen erforscht wird.

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Hier noch zwei selbsterstellte animierte Gifs, die die Entwicklung der Menschheit quasi im Zeitraffer zeigen:

Urmensch 19kb Urahn 31kb

Hier noch einmal alle erwähnten und weitere Links zum Thema Paläontologie:

Urmensch-Museum in Steinheim/Murr (deutsch).

Naturkunde-Museum-Siegsdorf (deutsch)

Humboldt-Museum, Berlin (deutsch)

Jura-Museum, Eichstätt (deutsch, englisch)

Museum auf dem Maxberg, Solnhofen (deutsch)

Rieskrater-Museum, Nördlingen (deutsch, englisch)

Senckenberg-Museum in Frankfurt/Main (deutsch, englisch)

Museum am Löwentor in Stuttgart (deutsch)

Urwelt-Museum in Aalen / Württemberg (deutsch)

Urweltmuseum Hauff in Holzmaden (deutsch, englisch)

Paleontology and Geology Glossary (englisch)

Geology Time Machine (englisch)

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